111 JAHRE FLUGPLATZ OFFENBURG

HEIMATFLUGPLATZ OFFENBURG

15.08.2022

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23.9.1909 - Zeppelin LZ3 über dem Schillerplatz.

Hierdurch wird die Hoffnung auf einen Anschluss an den Luftschiffsverkehr beim Verkehrsverein in Offenburg geweckt, der Wunsch nach einem Hafen für Luftschiffe, wie er in Baden-Oos schon vorhanden ist, wird laut.

 

Die Zeppelin-Gesellschaft erhält vom Offenburger Gemeinderat eine Kiste Wein, in der Hoffnung, der Zeppelin möge doch einmal in Offenburg landen.

 

Im Juni 1911 baut Helmuth Hirth eine Bruchlandung mit seiner
"Etrich-Rumpler Taube", die zuvor schon beim Zuverlässigkeitsflug mit Bruno Jablonsky hier Station machte.
Über Nacht wird der Schaden von Offenburger Handwerkern repariert, der Flug wird am nächsten Tag fortgesetzt.
Der Exerzierplatz etabliert sich in der Sicht der Bevölkerung als Fluggelände.

1919 - ersucht der „Bund Deutscher Flieger" die Stadt, den Exerzierplatz ständig fliegerisch nutzen zu dürfen. Seither gibt es hier nur noch eine fliegerische Nutzung, wenn auch vorerst nur sporadisch, als Notlandeplatz und für Luftsportveranstaltungen.
Im Zeitalter der Zeppeline erhofft sich besonders der Verkehrsverein einen offiziellen Luftschiff-Hafen, um an einem Tag nach Berlin und zurück reisen zu können.

1924 - versuchte die Fliegergruppe Karlsruhe hier einen Flugplatz einzurichten. Weil das vorgesehene Exerzierplatz-Gelände sich aber innerhalb der neutralen entmilitarisierten 50 km Zone des Versailler Vertrags befand, konnte dies nicht verwirklicht werden. Es finden aber Schaufliegen und Fallschirmabsprünge hier statt.

1925 - bemüht sich der Stadtrat um die Verpachtung des Exerzierplatzes an die „Badisch-Pfälzische Aktiengesellschaft für Luftverkehr“ welche eine Zeppelin-Fernstrecke Frankfurt-Zürich einrichten möchte. Hier ist schon die Rede vom Fluggelände auf dem ehemaligen Exerzierplatz.

Erst 1929 werden von den Besatzungsmächten dann ausnahmsweise 12 Flugplätze innerhalb der neutralen Zone zugelassen, darunter auch Offenburg.

1929 - erfolgt die Gründung der „Fliegergruppe Offenburg"
durch Alfred Rubi (Fahrradhändler), Alfred Reiff (Verleger), Max Schäffner, Adolf Frei, Fritz Rabold, Erwin Rmkel (Luftfahrtsachverständiger), Dr. Hermann Sepp, Valentin Oesterle (Flugmeteorologe), Gustav Abele, Otto Lang und Fritz Fair im Zähringer Hof.
Konkret wurde es mit dem Kauf einer Motormaschine Klemm 25 und Bau eines Segelflug-Schulflugzeuges Zöglings in einer Werkstatt in der Hildastraße.

1911- Am 21.Mai macht der Deutsche Zuverlässigkeitsflug mit neun Flugzeugen Station in Offenburg auf dem damaligen Exerzierplatz.
Die Bevölkerung verbringt zwei Tage lang in freudiger Erwartung,
der Schulunterricht fällt aus, ganz Offenburg versammelt sich am Exerzierplatz.

Inoffiziell dürfte der Verein als Flugsport-Interessens-Gemeinschaft und Stammtisch schon wesentlich älter sein. Die ersten Offenburger Flieger, noch vor Gründung der Fliegergruppe waren Max Kammerer, Albert Leicht und Willi Kistner.

10 Jahre nach dem ersten Weltkrieg, nach Aufhebung des Flugverbots, erwerben Alfred Rubi, Georg Kasper und Karl Spitzmüller den Flugschein. Geflogen wird noch vorwiegend in Freiburg und auf dem Baidinger Hang oder auf dem Wartenberg auf der Baar. Die Aktiven sind am Sonntag um 5 Uhr (früh!) mit dem Fahrrad an Ort und Stelle! Gestartet wird am Hang mit dem Gummiseil, die Flugzeiten werden in Sekunden gemessen und das Fluggerät von Hand wieder auf den Hügel gezogen. In Offenburg wird das Fliegen wegen der Lage an der Entmilitarisierten Zone erst ab 1930 in kleinen Schritten zugelassen.


1934 Lageplan des Fluggeländes Offenburg mit Hildboltsweier, Königswald, Marienhof und Ziegelei.


1934 - Der erste Hangar (heute Ponyhof) Im Hintergrund startet die erste Motorkonstruktion von Messerschmidt, eine M17.


Im Vordergrund eine Mü 13, konstruiert von Scheibe bei der Akaflieg München, wahrscheinlich gebaut bei „Schwarzwald-Flugzeugbau"' in Donaueschingen. Gleitzahl l :28 bei 66 km/h, 270 kg Fluggewicht, 16m Spannweite, Wölbklappen. Dahinter: Grunau Baby, dahinter: Kranich-Doppelsitzer, dahinter: ev Zögling mit Boot-Verkleidung, zuletzt: noch ein Grunau Baby.

1932 - Die Fliegergruppe veranstaltet einen Flugtag mit Kunstflugvorführung von Ernst Udet.

1933 - werden die Geräte und Einrichtungen aller Fliegergruppen von den Nationalsozialisten zum Deutschen Luftsportverband, hier vertreten durch die Ortsgruppe Offenburg, gleichgeschaltet.

1934 - wird der erste Hangar auf dem (alten) Fluglatz mit Spendenmitteln und in Eigenleistung der Flieger gebaut.

Der Flugplatz hat noch keine allgemeine Betriebsgenehmigung. Der Hangar steht 10 Meter weit in der entmilitarisierten Zone, was zu erheblichen Schwierigkeiten mit den Behörden führt.


1935 - Max Schäffner und Fritz Friedmann mit einer Klemm 25 beim Deutschlandflug.

Die Segelflug-Schulung findet auf,Zögling" und „SG 38" in Fischerbach-Weiler-Eschau, Lahr-Dinglingen, auf dem Gaisberg, Bohlhof und Wartenberg statt. Die Flugzeiten liegen meist unter 20 Sekunden. Auf etwa 30 Starts, bzw. Hüpfer von ca. 10 Sekunden im Jahr kommen etwa 100 Arbeitsstunden in der Werkstatt.

1935 - fordert das Luftverkehrsamt Stuttgart die Errichtung eines Flugleitungs-Gebäudes für die Luftpolizei und genehmigt den öffentlichen Flugbetrieb unter der Bedingung, dass ein Flugleiterdienst eingerichtet wird. Schon beim ersten Deutschlandflug wird Offenburg angeflogen.

1941 - Die Flieger erhalten einen Pachtvertrag über ihr Gelände. Im Krieg wird der Flugplatz bei Alarm durch die Straßburger Fliegerschule und noch bis 1944 für den Segelflug genutzt, zeitweise auch um Straßburger Me 109 auszulagern.

1944 - Der Flugplatz wird mit Sperreinrichtungen unbrauchbar gemacht und wegen der Nahrungsmittelknappheit zur landwirtschaftlichen Nutzung frei gegeben, später dann von den Alliierten als Panzerübungsgelände zerpflügt.


Die erste Segelflug-Start-Winde,

"LEPO" = OPEL rückwärts


Friedel Werner ist mit dem SG38 gelandet.

1950 - Die Fliegergruppe formiert sich neu aus einer „Interessen-Gemeinschaft Segelflug" und bemüht sich um Wiederzulassung, als erste Gruppe in Baden.

Grunau Babv III im Bau

Als die russischen Besatzungsbehörden in der Ostzone das Segelfliegen wieder gestatten, ziehen auch die Westalliierten und der Bundestag nach. Ein Grunau Baby und eine Seilwinde auf einem Anhänger werden in Erwartung der Zulassung in einer Garage in der Zeller-Straße beim Finanzamt bereits gebaut. Einige Motorflieger erwerben oder erneuern ihre Fluglizenz bereits im benachbarten Ausland und fliegen von dort aus.

1951 - Ein erster Deutscher Modellflugtag wird auf dem Flugplatz genehmigt und veranstaltet, dazu muss der Hangar, der als Schafstall diente, ausgemistet werden.
Der Segelflug und die Fliegergruppe werden durch die französische Besatzungsmacht wieder zugelassen und der Flugplatz in Eigenleistung wieder eingeebnet und trockengelegt. Von den französischen Truppen wird er noch als Panzerübungsgelände genutzt und ist in einem erbärmlichen Zustand.
In Bremen wird am 12.10.1952 ein neuer Kranich III (D-0010) gekauft, der am 17.5.54 zu Bruch geht. Eine Segelflug-Schleppwinde wird vom Badischen Sportbund von Verein zu Verein weiterverliehen und ist auch oft in Offenburg stationiert.

Lepo = Seilrückhol-Fahrzeug um die Windenseile auf dem Flugplatz auszuziehen.
1952 - wird ein zweites Grunau Baby 111 fertiggestellt und „BURDA" getauft. Ein Lahrer Flugschüler fliegt mit einem SG 38 Schulgleiter auf dem Flugplatz in Offenburg gegen einen französischen Militär- LKW. Nachdem der französische General daraufhin den Offenburgern das Fliegen verbieten will, kann der Fluglehrer dem General nachweisen, dass um den ganzen Flugplatz Absperr-Schilder auf deutsch und französisch angebracht waren, wie von den Behörden gefordert. Ab diesem Tag unterließen die französischen Militärs ihre Fahrübungen auf dem Flugplatz, mit welchen sie den Flugbetrieb behindert und die Landebahn immer wieder zerstört hatten.


SG 38 mit Flugschülern vor der Hildboltsweirer Kapelle


Stolze Flugschülerin nach erstem Alleinflug mit Fluglehrern, rechts Philipp. L.


Heinz F. kommt mit dem Kuller um den SG38 zurück zu holen.

1953 - Segelflieger in Offenburg, zweiter von links: Philipp Lienert

Eine französische Delegation begutachtet das „Baby". vierter von links, Philipp L., langjähriger Fluglehrer der Fliegergruppe.

 

1953 - Mehrere SG 38 Schulgleiter werden in allen Gruppen, die in Offenburg fliegen, nach Bauplänen selbst gebaut, darunter auch einer mit aerodynamischer "Boot" - Verkleidung für den Winden-Hochstart.


1954 - Als Ersatz für den kaputten Kranich IH wird ein Bergfalke
(D-8796) gekauft, der „Isabella" getauft wird.
Vorn: Heinz R., hinten Fluglehrer Philipp L.


Bergfalke (D-8796) Isabella

Wiederbeginn des Motorflugs
1955 - wird auch das Motorfliegen wieder zugelassen, in Offenburg allerdings nur für einige private Flugzeuge mit einer permanenten Außenladegenehmigung des Regierungspräsidiums Freiburg.
Im Segelflug fliegen inzwischen mehrere Fliegergruppen, aus dem Renchtal, dem Hanauerland, Lahr und dem Kinzigtal in einer Schulgemeinschaft. Die Geräte und Fluglehrer werden untereinander ausgeliehen. Einige dieser Gruppen gehen im Laufe der Zeit in der Fliegergruppe auf.
Wegen der Elektrifizierung der Bahnstrecke darf aber bald kein Windenstart mehr durchgeführt werden, die Segelflieger verleihen ihre Winde nach Kehl und pendeln zwischen Kehl, Karlsruhe-Forchheim, Freiburg und Strasbourg, wo sie auf L-Spatz und Bergfalke "Isabella" die Flugzeug-Schlepp-Berechtigung erwerben.
Ein Schleppflugzeug muss gekauft werden, um in Offenburg weiterfliegen zu können.

Der doppelsitzige Bergfalke geht zu Bruch, auch eines der Babys wird bei einem Gewittersturm vor der Halle zerstört.

Bereits seit 1949 wurden von der Firma Burda mit einer in der Schweiz zugelassenen Maschine Werbebanner geschleppt, für Deutsche galt damals noch Flugverbot,
ab 1954 schleppte dann eine eigene Burda Piper.

Mit den drei Piper PA 18 Maschinen der Burda-Staffel wurden freundlicherweise auch Segelflugzeuge geschleppt.

Ein neuer Bergfalke wird gekauft. Zusammen mit einem SG 38 und einem Baby III werden 1956 1165 Starts gemacht und 51 Stunden geflogen.

Dreharbeiten zum Film "Der fliegende Bauer" (?) mit Burda Piper Pa-18 Maschinen.

Der Südring wird über den Flugplatz geplant, die Fliegergruppe kämpft um den Erhalt des Platzes und der Südring wird nach Norden verlegt.

1957 entsteht auf dem Flugplatz bei Burda aus einem Bausatz die erste Jodel für Frieder Burda, die "'Engele" getauft wird.

Die Startbahn in Offenburg wird verlängert.

1958 wird in England von der RAF die erste Motormaschine der FGO nach dem Krieg gekauft, eine „Tiger Moth", ein Doppeldecker, mit dem auch Segelflugzeuge geschleppt werden können.

Mit der Burda Staffel und der Jodel sind nun 5 Motor-Flugzeuge in Offenburg stationiert.

Insgesamt werden im Segelflug 1737 Starts mit 405 Stunden geflogen.


1958 - Tankstelle am Deutschlandflug


1958 - Fliegerlegende Galland gibt nach Kunstflugvorführung am Flugtag Autogramme.

1959 - ermöglichen die Einnahmen eines Fliegerfestes den Kauf einer Ka 8


1960 - Elli Beinhorn nimmt mit Gerd Meier (Burda-Staffel) am Deutschlandflug teil.


1960 - Fliegerfest am alten Flugplatz (heute Ponyhof)


1960 - Bild vom Flugtag.


Neben einer Do 27 (links) sieht man im Hintergrund 2 Piper Pa-18 der Burda Staffel. Die Segelflugzeuge (rechts): Ein Grunau Baby (vorn) und eine Röhnlerche (zweites von vorn) und einen Doppelraab (Doppelsitzer, 3. von vorn, Oberkirch) und ein Bergfalke (Doppelsitzer, hinten quer).


1960 - Aufklärungsfoto der französischen Armee vom Flugplatz am Flugtag,
abgeworfen in einer Kapsel am Fallschirm.

 

Links: Immer wieder werden Drainagegräben zur Trockenlegung des sumpfigen Geländes gezogen, unter Leitung von Vorstand Schäffner.
Im Hintergund zwei der drei Pa-18 der Burda-Staffel.

 


Die Burda-Staffel schleppt freundlicherweise drei Segelflugzeuge im Verbandflug

 


1960 - Die „Tiger Moth" ist aus England eingetroffen. Waldemar,
(der Junge rechts) schwänzt mal wieder den Unterricht, um gut informiert zu sein.


1960 - Die Tiger Moth (D-ECEF) und die Jodel (D-EFLE).


Segelflugbetrieb mit Flugzeug-Schlepp, die neue Ka 8
(D-8828), davor der Bergfalke (D-8796), davor ein Spatz und als Schleppflugzeug der Doppeldecker Tiger Moth, rechts hinter der Flugleitung.


Die Tiger-Moth schleppt den Bergfalken ans Hohe Horn.

1960 - Christian B. erster Alleinflug. Bernd H. und Otmar R. geben letzte Tipps.

1960 - Die Leistungsgruppe der FGO fährt mit einer Ka 8 und einer Ka 6 ins Fliegerlager nach Zell am See. Hier werden wieder 5 Stunden Flüge im Segelflug absolviert.

Der Verein kämpft für den befestigten Ausbau der sumpfigen Landebahn.

Fallschirme werden von noch der Bundeswehr geliehen!


Blick aus der Flugleitung auf eine Cessna 152 (D-EMBE).


Schleicher Ka 7 (D-8880) vor der Flugleitung (heute Ponyhof).


1963 - Tag der offenen Tür am alten Flugplatz Offenburg

1961 - In Zell am See erfliegt sich ein Pilot die Silber C.

Die Motorflieger betreiben zwei Motorflugzeuge, die Tiger Moth und eine Piper Pa-18 Super Cup.


Fliegerfest in der 60-ger Jahren mit über 20 Piper Pa-18 (Deutschlandflug?)


Die Segelflug-Startwinde in den 60ger-Jahren


1963 Flugzeugpark der Fliegerguppe:
Zwei Ka8 eine Ka7 eine Tiger-Moth, ein Baby, Bergfalke, Jodel Regent

1964 - Zwei Piper PA 18 C werden von der belgischen Luftwaffe gekauft.

Mit der Piper Pa-18-95 D-EMAD (heute: Itzehoe, Hungriger Wolf, EDHF) steht damit den Segelfliegern eine leistungsfähigere Schleppmaschine mit 95 PS zur Verfügung. Im Cockpit Peter S..

Vier Funkgeräte, wohl die ersten in der Fliegergruppe, werden gekauft und 18 Piloten machen die Sprechfunklizenz.
Mit einer Teilhaberschaft der FGO an einer Cessna 182 beginnt der Motorflug-Schulbetrieb. Die Halle wird erweitert.

Windenstarts werden wegen der tief fliegenden Starfighter der Kanadier in Lahr nicht mehr zugelassen.

Marliese R. macht als erste Frau in der Fliegergruppe den Flugschein.

Im Segelflug werden 1960 Starts mit 615 Stunden und 1806 dokumentierten Überland-Kilometern absolviert.

1966 - bauen sich drei Segelflieger, Rolf W., Heinz F. und Willi G., unterstützt durch Unternehmer Georg D. (Spedition), eine eigene Ka 6 (D-9184), die heute noch in Kehl fliegt.

 


1968 - von der FGO wird eine neue, zweite Flugzeughalle auf dem alten Flugplatz erbaut. (Heute am Ponyhof)
Dazu hat die FGO hat bei dem Mitgliedern und Burda ein Darlehen aufgenommen. Ab 100 Arbeitsstunden gibt es jetzt 50% Rabatt auf die Fluggebühren.



1969 - die Jodel „Petit-Prince“ wird für Reiseflüge genutzt. Links Günther R..

1972 - Die Flugbewegungen auf dem Flugplatz Offenburg erreichen mit 22.000 Starts ihren Höchststand.

Die 51 Motorflugpiloten sind mit zwei „Piper PA 18", einer „Morane" und einer „Tiger Moth" 1320 Stunden in der Luft und machen 5271 Starts.

Beim Südwestdeutschen Rundflug erhalten sie den l. Mannschaftspreis durch die perfekten Ziellandungen, die mit den manuellen Landeklappen der „Morane'' möglich sind. Im Segelflug erreichte ein Pilot in den Vogesen 7000m Höhe in der Ka 6 und erhielt dafür das „Diamantene C" Abzeichen.

1973 - Die Segelflieger besitzen eine Ka 6, eine Ka 7 und zwei Ka 8. Ein Motorsegler (D-KCAB) wird, wie auch die PA 18 (D-EMAD) von der Abteilung Segelflug betrieben. Die Bölkow Monsun (D-EAIG), eine Morane (D-EDFO) und eine Jodel Regent werden von den Motorfliegern betrieben, für die Regent wurde ein Darlehen bei Burda aufgenommen, für die Tiger Moth eines bei den Mitgliedern. Die Fluggebühren im Segelflug werden von 0,15 DM auf 0,20 DM/Min, erhöht.


1967 - wird der Flugplatz zum öffentlichen Verkehrslandeplatz.

1974 - Ralf Fischer feiert erste Erfolge als jugendlicher Segelflieger.

Auf der Jodel Regent (D-EKKU) wird IFR und Nachtflug geschult.
Dietmar E. bietet Kunstflugtraining an.


Die Tankstelle, die Morane (D-EDFO) wird getankt.


Die Burda Staffel wird aufgelöst.

1975 Die Firma Burda und Fischer Bau betreiben eigene Firmenjets in Offenburg.
Diese benötigen eine befestigte Landebahn. Wegen des vorherrschenden Südwinds in Offenburg wird diese in Nord-Süd Richtung angelegt, also um fast 90 Grad gedreht.

 

1976 - Auf dem neuen Kunststoff-Segelflugzeug Astir CS (D-4163) werden mehrere Diamantene Leistungsabzeichen erflogen, die „Silber C" wird von drei Piloten auf Ka 8 und Ka 6 erreicht.

Der Astir CS (D-4163) mit Reinhard H. im Cockpit landet auf dem neuen Platz, im Hintergrund das 12 stöckige Hochhaus Birkenallee 2.

 

 

 

 


1977 Der neue Tower, Verkehrslandeplatz Offenburg EDTO


Blick vom Tower nach Norden über die Baustelle der Hangars.

1976 - Der neue Flugplatz und die Asphaltbahn im Bau, links am Bildrand der alte Fluplatz mit der Grasbahn.
Die Pisten kreuzen sich, links oben die alte Grasbahn, im Bau die Asphaltbahn.

1977 - Der neue Flugplatz wird eingeweiht, auf ihm werden in diesem Jahr etwa 14.000 Starts gemacht. Windenstarts sind auf dem neuen Flugplatz wegen der Behinderung des Motorfluges nicht zugelassen. Schleppflüge nach Norden sind ebenfalls untersagt, das führt zu erheblichen Ausfällen bei der Fliegergruppe, die kaum noch Segelflug betreiben kann.

1978 - sind die Schulden der neuen Halle auf dem alten Fluglatz gerade getilgt, da muss die Fliegergruppe auf den neuen Flugplatz umziehen und dort wieder eine neue Halle bauen.

1979 - Die Halle der FGO wird fertig.
Für drei Jahre ist wegen der Bauarbeiten kaum Flugbetrieb möglich, doch viele Mitglieder halten durch, bauen ein neues Clubheim und fliegen bei den Nachbargruppen.
Auf dem neuen, aufstrebenden Verkehrslandeplatz mit Asphaltpiste wird die Fliegergruppe als "Störfaktor" nur geduldet.

1979 - In Eigenarbeit wird das Vereinsgelände angelegt und gepflastert, der neue Hangar wird eingeweiht. Die Platzrunden-Anflughöhe wird wegen der kanadischen Tiefflieger niedriger angelegt, was zu vermehrtem Lärm beim Anflug führt. Der Zorn der Bevölkerung richtet sich in Form einer Bürgerinitiative gegen die Fliegergruppe, die aber nur 10% der 12.000 Flugbewegungen in Offenburg verursacht.


Pflasterung der Halle und des Vorfelds durch die Fliegergruppe

1981 - Erstes Treffen der Oskar-Ursinus-Vereinigung (OUV) für Experimentalflugzeuge auf dem Flugplatz Offenburg bei der Fliegergruppe.

1984 - zweites OUV Treffen in Offenburg, organisiert mit der FGO.

 


Im Doppelschlepp in die "Welle". Blick aus dem Cockpit der Schleicher Ka6.
Die Schleppmaschine Morane zieht eine Ka6 (D-9184) und einen Mini Nimbus
(D-6633) gleichzeitig über das Hohe Horn in die Aufwindzone einer "WELLE".

Segelflug-Piloten: Ralf F. und Horst A.

 

1984 - wurde ein Kunststoff-Segelflugzeug ASW 19 (D-4482) gekauft.

1985 - Ralf Fischer wird Erster bei den Landesmeisterschaften.

1986 - Ralf Fischer wird Deutscher Vizemeister im Segelflug

1991 - Ralf Fischer wird Europameister im Segelflug in Landau.

Die Stadt Offenburg erlässt Einschränkungen für die F-Schlepp Startzeiten.

Durch den Abzug der Kanadier wird der Lahrer Militärflugplatz für zivile Nutzung geöffnet. Die Kanadier hinterlassen eine stark gebrauchte Ka8.

 

 

 

1994 - Ralf - Fischer wird wieder Europameister im Segelflug.

 

1996 - erfolgt durch die Stadt Offenburg die Rückstufung des Flugplatzes zum nicht mehr öffentlichen Sonderlandeplatz.


Der Fliegergruppe wird vom Gemeinderat die Umsiedlung nach Lahr nahegelegt.
Bis auf Weiteres pachtet die Fliegergruppe den Flugplatz und betreibt ihn mit einigen Einschränkungen in Eigenregie mit jährlicher Kündigungsfrist und ohne Zukunftsperspektive.

Die gut laufenden ansässigen Luftfahrttechnischen Betriebe werden durch diese trüben Aussichten vertrieben.

Für den Betrieb des Flugplatzes müssen Mitglieder als Flugleiter ausgebildet werden.

Windenbetrieb ist wegen des stark eingeschränkten Motorflug-Betriebs wieder zulässig.

Private Motorflugzeuge werden vom Gemeinderat in Offenburg nicht mehr geduldet und müssen nach Lahr ausweichen, bzw. werden verkauft.

Nur noch Flugzeuge der Fliegergruppe und Kunden der hier noch ansässigen Luftfahrttechnischen Betriebe dürfen hier starten und landen.

Die Segelflieger kämpfen um die Zulassung von Windenschlepps, um die Lärmbelästigung durch die Flugzeug-Schlepps zu verringern.

 

 

 

 

 

Eine Segelfug-Startwinde Winde wird gekauft.

Segelflugwinde mit Seilausziehfahrzeug "LEPO".
Auf diesem "LEPO" haben unzählige Flugschüler das Autofahren gelernt.

 

1996 - am 8. August, berührt der Burda-Firmenjet am Oberweierer Scheibenberg bei schlechter Sicht die Bäume und stürzt ab. Dabei sterben zwei leitende Burda-Angestellte und die beiden Piloten.
Die Firma Burda reduziert die Fliegerei auf einen in Offenburg stationierten Hubschrauber.

 

 

 

 

1998 - Die Segelflugausbildung erlebt durch den Windenbetrieb einen Aufschwung, über 10 Schüler werden gleichzeitig ausgebildet.

2000 - Die Winde geht mit Motorschaden kaputt und muss grundüberholt werden.

2001 - Ralf Fischer siegt im Hahnweide Wettbewerb und qualifiziert sich in Bayreuth mit einem 4. Platz für die Deutschen Meisterschaften.


18.08.2002 - Die Motorflieger protestieren vor dem Rathaus mit ihrer
Bölkow Monsun (D-EAIG) gegen die Schließung des Flugplatzes.


18.08.2002 - Die Segelflieger protestieren auf dem Lindeplatz mit der Ka 6 (D-8882) gegen die Schließung des Flugplatzes durch den Gemeinderat.


Der Ansturm auf die angebotenen Rundflüge der fliegenden Legende ist enorm.


2002 Mercedes Benz präsentiert auf dem Flugplatz sein neues Sicherheitssytem: Die Flugschüler dürfen testen.

2000 - Zum Fliegerfest kommt erstmals eine Ju 52 aus Dübendorf und lockt weit über 2000 Besucher pro Tag an.
Nicht alle Interessierten ergattern ein Rundflugticket.


2002 - Ralf Fischer fliegt mit der DG 800 von Erfolg zu Erfolg.


2001 - Jörg G. demonstriert mit der Morane die Banneraufnahme im Flug beim Fliegerfest.

Bei einer Unterschriftenaktion für den Erhalt des Flugplatzes kommen ca. 7000 Unterschriften von Offenburger Bürgern zusammen.


Alle Motorflugzuege werden wie die Schleppmaschine Morane D-EEUF mit Zusatzschalldämpfern ausgerüstet und erfüllen die neue Schallschutz-Norm.

Der Gemeinderat beschließt die Freihalte-Trasse für einen Autobahnzubringer über den Flugplatz und möchte diesen mit einem Gewerbepark überplanen.


2002 - Zum Fliegerfest kommt noch mal ein Ju52 aus Dübendorf.


Theorieunterricht der Segelflugschüler


Die von den Kanadiern zurückgelassene Ka 8 wird unter Leitung von Wolfgang Butz mit den Flugschülern grundüberholt.


Links: Wolfgang B., rechts Markus S. beim Aufnähen der Bespannung.


Jan J. ist mit der von ihm mit grundüberholten Ka 8 gut gelandet.


2000 - Flugschülerin Johanna J.mit Fluglehrer Ralf Fischer vor dem Start
an der Winde in der Ka 7 (D-9156)


2000 - Michel P. vor dem Start in der Ka 6 (D-8882) mit Cabrihaube.


Die Fliegerjugend übt sich im Umgang mit einem alten Fallschirm,
Jonathan B. und Markus S. passen auf, dass Jan J. nicht wegfliegt.


Die Fliegerjugend hält den Platz in Schuss

Regelmäßig wird der Flugplatz von Behörden angeflogen, manchmal beehrt uns dabei hoher Besuch, wie zum Beispiel Bundespräsident Rau, Bundeskanzler Schröder.
Aber auch Künstler werden zu Veranstaltungen in den Oberrheinhallen hier eingeflogen.
2003 - Der Gemeinderat stimmt einem neuen Pachtvertrag über den Flugplatz mit der Fliegergruppe zu, bleibt aber bei der geplanten Trasse über den Flugplatz für den Autobahnzubringer.

Ralf Fischer, deutscher Meister im Segelflug, wird 12ter bei der Segelflug WM in Polen.
Andreas Haltmeyer wird 2. beim Schwarzwald-Cup.

2004 - Alle Motorflugzeuge erhalten nach Renovierung und Umbauten den "Umweltengel" wegen maximalem Lärmschutz. Durch die Europäisierung des Luftrechts geraten Motorsegler ins juristische Abseits, deshalb wird die Dimona verkauft und von der Abteilung MoSe eine Katana dafür angeschafft.
Die Motorflugzeuge sind nun alle mit maximalem Lärmschutz ausgestattet.

Mangels Fluglehrer und Winde wird im Segelflug wieder vorwiegend in Kehl geschult.

2005 – Die FGO feiert ihr 75-jähriges Bestehen.
Die frisch überholte Winde wird wegen des Windenstartverbots durch die JVA an die Kehler verschenkt und dient dort als Ersatzgerät.

Die Ortenauer Drachenflieger treten geschlossen der Fliegergruppe bei, da sich ihre Situation auf dem Flugplatz in Lahr zunehmend verschlechtert, sie sind den dortigen Expansionsbestrebungen zum Frachtflughafen im Wege.

Seither werden die beiden Trikes der Drachenflieger in Offenburg stationiert (D-MAUL , D-MDMG).

Der Flugplatz erhält eine Zulassung für Ultralight-Flugzeuge bis 450 kg maximales Abfluggewicht.

Eine Zulassung für Modellflug wird aber abgelehnt.

2006 – Für die neue UL-Abteilung kauft die Fliegergruppe das 3-Achs-gesteuerte Ultralight-Flugzeug Eurofox (D-MFGO), welches auch für den Segelflugzeugschlepp zugelassen ist.


2006 - Das bislang letzte Fallschirm-Springer-Event auf unserem Flugplatz

 

. 2005-09 – Die der Fliegergruppe benachbarten Hangars von Fischer-Bau, welche durch die restriktiven Maßnahmen der Stadt verwaist waren und anderweitig genutzt worden waren, werden von der Stadt durch die FGO angemietet und verwaltet, da sich im Verein Haltergemeinschaften zum Kauf von Flugzeugen entschließen.
Auch die Renchtäler Fliegergruppe stationiert ihre Super-Dimona nun in diesen Hallen.

Die neuen EU-Richtlinien für den Betrieb und Bau von Tankstellen treiben auf dem Flugplatz die tollsten bürokratischen Blüten, die Tankstelle wird mehrfach kostenintensiv umgebaut.
Da inzwischen zunehmend mit Super-Autobenzin geflogen werden kann, wird eine zusätzliche Zapfanlage angeschafft.
Die Benzinqualität nimmt dagegen stark ab, es kommt gehäuft zu Motorschäden.

Der (Willi Gutjahr-) Weg zum Segelflugstart wird befestigt.

2007 - Die Vorfelder werden teilweise mit Pflaster befestigt.

 

 

 

 

 



2007 – Wegen des Neubaus der Justizvollzugsanstalt neben und teilweise auf dem Flugplatz sollen die Flieger ein Jahr lang wegen der Baukräne nicht fliegen dürfen.
Das wäre das Aus für die Fliegergruppe. In mühsamen Verhandlungen weist Thomas Geiger den Behörden nach, dass dies doch technisch und juristisch möglich ist. Der Flugbetrieb darf mit kleinen Einschränkungen während des Baus weitergehen.
Der Windenstartbetrieb und das Absetzen von Fallschirmspringern werden aber vollständig und dauerhaft verboten, der Gefängnisdirektor befürchtet Störungen durch das Windenseil oder abgetriebene Fallschirmspringer.
Das Überfliegen der JVA ist natürlich ebenfalls verboten.

Dies bedeutet das Aus für die Segelflugschulung, die deshalb nach Kehl verlagert wird. Allerdings gehen durch diesen Umstand die Zahlen der Segelflugschüler drastisch zurück.
Als Ersatz für die überbaute Segelflug-Landebahn wird vom Land eine neue Grasbahn neben der Asphaltbahn angelegt.
Risse in der Asphaltbahn werden repariert.

Damit sind am Flugplatz keine Flugshows mehr möglich.
Fliegerfeste müssen sich auf normalen Flugbetrieb beschränken.

2008 - Die Fachhochschule testet ihre selbst entwickelten Rennwagen auf dem Flugplatz


Das Black Forest Formula Team der Hochschule Offenburg tritt beim beim Konstruktionswettbewerb "Formula SAE" auf dem Ferrari Fiorano Racetrack in Italien an.

Auch der "Schluckspecht" der FH wurde hier ausgiebig erprobt.

 


2009 - Wegen des Nato-Gipfels im März in Kehl / Straßburg wird eine weiträumige Flugverbots-Zone eingeführt und diese vom militärisch abgeriegelten Flugplatz Offenburg aus mit zahlreichen Hubschraubern überwacht.


Uwe Bundesen wird Europameister im Saalflug mit seinen nur wenige Gramm schweren selbst entwickelten Modellen.

Mehrere öffentliche Oskar Ursinus (OUV) Treffen mit Eigenbauflugzeugen finden in den Jahren nach 2011 statt.

Auch Offenburger und Hohberger Piloten bauen/bauten sich eigene Flugzeuge.

Darunter eine BD-5
und eine Asso 5 / Orlik, siehe rechts


Treffen der Flugzeugbauer


Hier ein Rohbau einer Jodel Bebe auf dem OUV-Treffen von 2014


Eigenbau Asso5 , vom Plan ...


... zum Rohbau ...


... bis zum Erstflug

2012 - Kommt die Antonow AN2 (D-FWJM) als größter Doppeldecker der Welt zum Fliegerfest.

 

 

 


Hier ein Größenvergleich der AN2 mit dem kleinsten Flugzeugs am Fest, einer CriCri.

 

 

2014 - das erste Kamehameha_Festival für Freunde der Techno-Musik findet auf einem Teil des Flugplatzgeländes statt.


2015 - Die Ortenauer Hagelabwehr hat zwei ihrer Flugzeuge am Flugplatz stationiert.
Mit ihren seitlich angebrachten Brennern impfen Sie potentielle Gewitterwolken, um sie vorzeitig abregnen zu lassen, so dass sich keiner oder nur kleiner Hagel bildet.

Seither gibt es kaum noch nennswerte Hagelschäden bei den Mitgliedern.

2015- 2017 - wird ein Containerdorf als Notunterkunft für Flüchtlinge auf dem Flugplatz aufgebaut.

2016 - Burda trennt sich vom firmeneigenen Hubschrauber. Der Burda-Hangar wird von der Stadt Offenburg übernommen und dient der Feuerwehr als Lager.

Auch Feuerwehrübungen werden ab und zu auf dem Flugplatz durchgeführt, um Störungen im öffentlichen Raum zu vermeiden.


2017 - Fliegerfest mit der Bravo-Lima-Formation.

Die Bundespolizei tankt hier gerne auf, wenn sie am Oberrhein zu tun hat, um dazu nicht immer wieder nach Donaueschingen fliegen zu müssen.

Segelflugzeuge am Start.
Bei deutlichen Minusgraden warten sie auf ein Aufklaren des Morgennebels.


Durch die in der Region einzigartige asphaltierte Landebahn sind in Offenburg auch im Winter Segelflüge möglich. Bei Ost-Wetterlagen sind in den Leewellen des Schwarzwaldes damit Rekorflüge mit über 5000 m Startüberhöhung, über 500 km Länge und von über 8 Stunden Flugzeit möglich.

2021 - Die kleine vereinseigene Reims-Cessna F150H (D-ECTE), Baujahr 1967, wird nach jahrzehtelangem Dienst in der Pilotenausbildung in Eigenleistung grundüberholt.


2022 - Links der Vergleich, alt gegen neu. Jetzt ist sie zu schade für die Schulung.

Dazu gehört eine Innenkonservierung, neue Steuerelemente, neue Instrumentierung mit elektronischer Ausstattung, neue Verglasung, neue Cockpit-Ausstattung und neue Lackierung. Der Rolls-Royce Motor ist noch gut.
Damit ist die Maschine nun "besser als neu".

2021 - Die Stationierung eines Rettugshubschraubers in Offenburg wird diskutiert, weil die Rettungszeiten im mittleren Schwarzwald oft nicht eingehalten werden können.


Der Standort am Flugplatz_Offenburg bietet ideale Voraussetzungen, weil er nicht durch eine Betriebspflicht an Öffnungszeiten gebunden ist und ohne Flugleitung auch nachts angeflogen werden kann.

Die Infrastruktur des ehemaligen Burda-Hubschraubers ist noch vorhanden und einsatzbereit mit Hangar, Pilotenbüro und Jet-Fuel-Tankstelle.

 

 


2022 - Wieder wird, wie schon 2015, ein Containerdorf als Notunterkunft auf dem Flugplatz aufgebaut.

2022 - Schülergruppen erhalten immer wieder Anschauungsunterricht aus erster Hand im Rahmen des Unterrichtsfachs Naturwissenschaft und Technik.


Besonders interessant ist die Funktionsweise eines historischen Hubschraubers vom Typ Bell 47. Ein Film wird über den Besuch mit Hilfe der FH auch gedreht.
Nebenbei: Erstaunen bei den Schüler/innen, dass die Flugplatzwiese nicht schützenswert sein soll, schließlich müssen sie im Unterricht Insektenhotels und Schmetterlingswiesen anlegen.

 

Der Südwestfunk macht aus Flugzeugen der Fliegergruppe und der Drachenflieger Luft-Aufnahmen der Ortenau für die Sendung "Lecker aufs Land".



2022 - am 25.06.22 übt die Jugendfeuerwehr einen Rettungseinsatz auf dem Flugplatz.
Der Pilot wird vorschriftsmäßig grettet.

Das Szenario: Notlandung wegen Motorproblemen.
Die Feuerwehr stellte den Brandschutz am Ende der Landebahn bereit,
dazu muss ordentlich gespritzt werden.

 

Wenn gerade kein Flugbetrieb herrscht, übt die Polizei das Fliegen von Drohnen auf dem Flugplatz. Dabei sucht sie ganz nebenbei nach Rehkitzen bevor gemäht wird.


Die Fliegeruppe koordiniert sich mit der Brandmeldezentrale in Offenburg, um im Falle von aus der Luft beobachtete Waldbränden exakt kommunizieren zu können.


Oben: der Flugplatz im Jahr 2002, noch ohne JVA

Links eine Horror-Vision aus dem Jahr 2002, das Interkommunale Gewerbegebiet wurde damals geplant.
16.01.2023: Jetzt kommt es noch schlimmer: 20 Meter hohe Gebäude!
Großflächige Werkhallen mit einem Flächenverbrauch von über 20 ha werden geplant. Daneben ist Flugbetrieb nicht mehr möglich.

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Alter Flugplatz - Neuer Flugplatz Offenburg

Wenn man einen Offenburger auf der Straße nach dem Weg zum Flugplatz fragt, kann man sehr unterschiedliche Antworten erhalten.

Wer die Adresse googelt, landet in der Gaswerkstraße 7.
Dort kann man aber lange nach einem Flugzeug suchen, dort liegt das Büro der Stadtverwaltung, welches für den Flugplatz zuständig ist.
Dort wird der Platz von Google auch als "Flughafen" angepriesen.

Von einem älteren Bürger der Stadt wird man eventuell an den ganz alten Flugplatz geschickt, der jetzt als Ponyhof funktioniert. Das ist immerhin schon nahe dran, am aktuellen Flugplatz. Aber seit 1971 ist der Geschichte.

Von einem Leser der Informationsblätter der Stadt wird man eventuell noch zum "Neuen Flugplatz" nach Lahr auf den Flughafen geschickt, dorthin sollte die offenburger Fliegerei schon 1997 umgesiedelt werden. Und da die Flieger in Offenburg offensichtlich nicht auffallen, hat dieser Mensch nicht mitbekommen, dass dies bisher nicht realisiert wurde. Auf den Infoseiten der Stadt wird der aktuelle Flugplatz schon seit 1997 "Alter Flugplatz" genannt.

Es sind auch schon Leute, die Verwandtschaft vom Flieger in Offenburg abholen wollten, nach Söllingen auf den Baden-Airport geschickt worden, dort kommen im Allgemeinen die Urlauber mit Charterflügen an.

Links:

2022 „Im Zweifel für Gewerbefläche und gegen den Flugplatz“

Oberbürgermeister Marco Steffens: Erst die wirtschaftliche Stärke der Stadt „gibt uns die Möglichkeit, auch soziale Stadt zu sein“ Dafür soll der Flugplatz als Industriegebiet verkauft werden.

Stadt Offenburg: "Alter !!" Flugplatz :
Für die Stadtverwaltung ist der Flugplatz schon Geschichte!
Im Internetauftritt der Stadt wird er schon seit Jahren totgeschwiegen.

Badische Zeitung: 100 Jahre Flugplatz Offenburg

Baden-Online: 100 Jahre Flugplatz

Flugzeug-Bild von EDTO Offenburg

Flugplatz Offenburg / Baden

Der Offenburger Flugplatz als Biotop/Biosphäre

Was ist der Unterschied von einem Flughafen zu einem Flugplatz und zu einem Sonderlandeplatz?

Ein "Flughafen" dient in erster Linie der Verkehrsluftfahrt und sollte wirtschaftlichen Interessen gerecht werden.
Hier gibt es einen Zollbereich und Personenkontrollen.
Es werden Passagierflüge und Frachtflüge auch ins Ausland abgewickelt.
Alle Dienstleistungen für Anflug, Landung, Handling, Parken, Feuerwehr usw. werden von hoch spezialisiertem Personal geleistet und sind deshalb sehr teuer.

Um den Platz gibt es im Luftraum eine Kontrollzone, innerhalb dieser erhält der Pilot vom Fluglotsen Anweisungen, die er befolgen muss.
Langsam fliegende/rollende Flugzeuge behindern die zügige Abwicklung des Betriebs und sind deshalb unerwünscht oder verboten.
Segelflugzeuge können aus physikalischen Gründen diese Anweisungen nicht erfüllen und sind deshalb in diesen Lufträumen verboten.
Ein "Flugplatz" ist meist ein öffentlicher Verkehrslandeplatz mit Betriebspflicht mit fest angestellter Flugleitung.
Er wird meist von einer Gemeinde verwaltet und finanziert und ist deshalb teuer.

Hier sind je nach Ausstattung Segelflugzeuge, Sportflugzeuge bis hin zu kleineren Business-Jets gut aufgehoben. Sie sind zu üblichen Geschäftszeiten öffentlich anfliegbar.
Meist gibt es eine Tankstelle, Hangars und ein Restaurant.

Ein "Sonderlandeplatz" kann eine einfache Wiese sein, auf der mit kleineren Flugzeugen gestartet und gelandet werden werde darf.
Oft wird er von einem Verein ehrenamtlich betrieben und ist kostengünstig.

Es gibt keine Betriebspflicht und er ist oft nicht öffentlich.
Vor der Nutzung muss der Pilot ein spezielle Genehmigung (PPR) beim Betreiber einholen.

Weshalb kann man Sportflieger nicht einfach auf einen Flughafen in Lahr oder Söllingen schicken?
Das ist etwa so, als würden sie dem örtliche Radsportverein nur noch das Training auf der Autobahn erlauben. Für leichte und langsame Flugzeuge sind die Luftwirbel der Airliner eine große Gefahr, weshalb zeitliche Abstände zwischen der Nutzung notwendig sind.
Segelflugzeuge müssen von Hand von der Landebahn geschoben werden. Das behindert die kommerzielle Luftfahrt in ihrer Wirtschaftlichkeit.

Weshalb kann man die Segelflieger nicht einfach nach Kehl oder Altdorf schicken?
Diese Flugplätze sind mit ihren Hangars bereits voll ausgebucht. Weitere Flugzeuge können dort nicht in Hangars untergebracht werden und Baugenehmigungen für weitere
Hangars sind unwahrscheinlich. Mit den zusätzlichen Piloten aus Offenburg wären diese Vereine an den wenigen Wochenneden mit Flugbetrieb überlastet, da dort bei Nässe nicht gefogen werden kann. Segelflugzeuge brauchen Motorflugzeuge als Schleppmaschinen. Für diese gibt es dort keinen Platz mehr. Bislang kommen die Segelflieger aus Kehl und Altdorf bei Nässe und im Winter nach Offenburg, um zu starten. Altdorf und Kehl haben mit einer Landebahnlänge von 700m und Hindernissen im An- und Abflug keinerlei Sicherheitsmarge für Flugzeug-Schlepp-Starts. Das Unfallrisiko ist dort für die Schulfüge mit schwereren Doppelsitzern enorm.

Wieso werden in Offenburg nur etwa 3000 Starts im Jahr durchgeführt?
Weil die Auflagen der Stadt Offenburg Flüge von fremden Piloten und Geschäftsleuten nicht erlauben. Durch diese Auflagen wurden auch die ansässigen Luftfahrttechnischen Betriebe vertrieben, die geschäftsbedingten Flugverkehr benötigen. Rein technisch können in Offenburg kleine Business-Jets starten und landen, dies ist aber durch Auflagen der Stadt in der Regel nicht erlaubt und aus Lärmschutzgründen auch nicht unbedingt sinnvoll. Blind- und Nachtflug ist in Offenburg nicht möglich.
Aus Lärmschutzgründen finden die Landeübungen von Schulflügen nach dem Start ab Offenburg auf fremden Plätzen statt. Nur der Hangar und die Werkstatt wird danach in Offenburg wieder gebraucht.

Wieso ist ein begrüntes Hochregallager mit Hecke kein Ausgleich für die Biosphäre Flugplatz?
Der Flugplatz bildet mit dem Unterwald und Königwaldsee eine Biosphären-Einheit. Libellen brauchen zum Beispiel die Wasserfläche ebenso wie die Wiese. Das Zusammenspiel dieser drei Zonen wird durch Hochregallager und Industriehallen zerstört. Da hilft dann auch keine Dachbegrünung mehr.

Welchen Nutzen hat ein Flugplatz

Harte und weiche Standortvorteile

Harte Standortvorteile bestehen aus der Verfügbarkeit von vermarktbaren Flächen für Gewerbe und Industrie und aus der Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften sowie einer guten Verkehrsanbindung. Zumindest solange die auf diesen Flächen erzielten Gewinne Steuern in die Gemeindekasse erwirtschaften und dabei den Arbeitsmarkt durch zahlreiche gut bezahlte Arbeitsstellen mit guten Arbeitsbedingungen positiv beeinflussen, ohne dabei die Umwelt und das Klima und die Wohnqualität weiter zu belasten.

Weiche Standortvorteile entstehen aus Wohnwert, Freizeitwert, Ausbildungsmöglichkeiten, Bildungsniveau, Kultur, sozialem Klima, Arbeitseinstellung der Bevölkerung und letztlich der Unternehmensfreundlichkeit der ansässigen Unternehmen.
Diese lassen sich nicht direkt in Geldwert umrechnen, sie wirken langfristig und indirekt.

Der aktuelle Offenburger Flugplatz punktet da schon mit sehr hohem Freizeitwert und Ausbildungsmöglichkeiten und bietet dem Oberzentrum Offenburg ein Alleinstellungsmerkmal. In einem Oberzentrum soll auch der "spezifische Bedarf" für die Region gedeckt werden.
Der Flugplatz macht Offenburg und die Ortenau attraktiv für Personen, die mit den sonst überall verfügbaren Freizeitmöglichkeiten nicht zufrieden sind und /oder gute und schnelle Verkehrsverbindungen benötigen, also eher qualifizierte Arbeitskräfte. Fachkräfte bindet man mit attraktiver Infrastruktur.

Für Jugendliche bieten sich vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten, nicht nur zu Pilot/in, Fluglehrer/in es werden auch vielfältige Kenntnissen in Richtung auch Werkstattleiter, Handwerk, Holzbearbeitung, Kunststoffbearbeitung, Metallbearbeitung, Mechanik, Motorenwart, Fallschirmpacker, Funk-, Elektronik- und Softwarespezialisten, Tankwarte, Wetterkunde, Navigation, Aerodynamik und Flugleiter vermittelt. Auch der enorme organisatorische und unternehmerische Aufwand der Führung einer Fliegergruppe mit Vorstand, Sparten-Referenten, Mitgliederverwaltung, Kassierer, Buchführung und all den juristischen, behördlichen, politischen und versicherungstechnischen Hürden, die schon allein im Normalbetrieb gemeistert werden müssen, ganz zu schweigen von dem Aufwand bei einer Luftfahrtveranstaltung.

Wenn durch den Gemeinderat die Ansiedlung der vertriebenen Luftfahrttechnischen Betriebe wieder gestattet würde, könnte man in diesen Sparten sogar offizielle Ausbildung mit Abschlüssen erwerben.

Für das Selbstvertrauen, die Selbsteinschätzung, Verantwortungsbewusstsein Teamarbeit und Gemeinschaftssinn gibt es kaum eine bessere Schulung für die Qualifizierung von Arbeitskräften. Ganz nebenbei böte er, bei politischem Willen und behördlicher Genehmigung, eine schnelle Verkehrsanbindung.

Eine solche Chance sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen, denn wenn der Flugplatz geschlossen wird, ist ein Ersatz oder eine Wiedereröffnung bei heutigem Bürokratieaufwand praktisch unmöglich. Ein Gewerbegebiet lässt sich deutlich leichter verlegen.

Ganz nebenbei dient der Flugplatz als biologische Ausgleichsfläche für das umgebende Gewerbegebiet und Kaltluftschneise für den "Kinzigtäler", ein allabendlicher kühler das ist ein oreografischer Fall-Wind aus dem Schwarzwald.
An die Einflüsse der Versiegelung der Fläche auf die Grundwasser-Flüsse und -Vorräte unter dem Flugplatz wird auch kein Gedanke verschwendet.

Auch für eine Stadt wie Offenburg gibt es Grenzen des Wachstums.
Für Soziales braucht eine Stadt Geld. Deshalb sollte sie zunächst die jahrelange gravierende Misswirtschaft abstellen!
Anscheinend haben die Gemeinderät/innen die 7000 Unterschriften aus dem Jahr 2000 für den Erhalt des Flugplatzes bereits verdrängt.

Die Nachbarflugplätze Kehl und Altdorf sind bereits an ihren Leistungsgrenzen und können die ca. 200 Piloten mit etwa 50 Flugzeugen vom Heimatflugplatz Offenburg nicht übernehmen.

Art. 6 Abs. 1 Buchstabe e DSGVO: gezeigte Personen sind von öffentlichem Interesse. Michael Joachim, Offenburg, 22.07.2022