WELLENSEGELFLUG

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Thu 29 Sep 2016, EDTO ziviler Sonnenaufgang UTC: 04:55, ziviler Sonnenuntergang UTC: 17:40 +/-3 Min., ohne Gewähr!

Wellensegelflug im Schwarzwald. Berichte über Wellenflüge ab Offenburg (EDTO).
NEU: Neue Freigaberegelung für Wellenfluggebiet "Murgtal", Febr. 2010
Eine Stunde vor Flugbetrieb Freigabe beantragen beim Wachleiter Langen ACC, Tel.: 06103-707-6200

Fotos von Westwelle, Kinzigtal Fotos von Ostwelle, Hornisgrinde

* = Sie verlassen diese Homepage 
über die Links auf dieser Seite!

EGGHEADZ FORUM*  WELLENFLIEGEN.DE*

Wellen-Wetter-Vorhersage von Hendrik Hoeth Testbetrieb, ohne Gewähr:

http://rasp.linta.de/BLACKFOREST_WAVE/*

OLC-Tageswertung hier abrufen!*

Alle Flüge sind im OLC* BW-Wettbewerb angemeldet und können dort angesehen werden.

Wellenprognose BLIPMAP von Hendrik Hoeth *

Lee-Wellen Vorhersage im Probebetrieb, ohne jede Gewähr!

Wellensegelflug, Kinzigtal aus fast 3000m
Fönlücke über Kinzigtal, 3.1.2012

Wellensegelflug, Nordschwarzwald, Lentikularis aus fast 3000mLentikularis über Nordschwarzwald, 8.10.2012

Wellenflug, Lentis
Rheintal, 1.11.2012

Damit das Wellensegelflugfluggebiet Schwarzwald / Murgtal nicht einschläft, meldet bitte eure Flüge an!
Neue Regelung ab Febr. 2010:
SCHWARZWALD-MURGTAL: FL 100-160  ( Stand 2016 )
Aktivierung: Spätestens eine Stunde vor Aufnahme des Flugbetriebs bei
Wachleiter Langen ACC
, Tel.: 06103-707-6200 oder im Flug über Funk:
Langen FIS 128,950 MHz
Abmeldung über Funk,
bei Funk-Ausfall Gebiet sofort nach unten verlassen,

Ausfliegen nur nach unten !
Keinesfalls seitlich ausfliegen!
Abmeldung dann über Funk oder telefonisch FIS-Langen: 0613-707-6275.
Jeder meldet sich bei Langen selbst an und wieder ab!
Ständige Hörbereitschaft auf 128,950 MHz halten!
Beim Verlassen: abmelden!
Das Gebiet kann innerhalb 15 Min. deaktiviert werden ! 
Flugbetrieb nur ohne Motor und in VMC , dann entfallen VFR-Auflagen für Luftraum C.
Mit Transponder können auf Anfrage in Langen auch seitliche Ausflüge genehmigt werden.
Die Grenzen des Wellenfluggebiets Murgtal sollten bekannt sein! (Siehe links unten)

Was ist eine Welle ?*  
(Link zu Ralf Fischers Wellenseite)*
Eine Welle entsteht in der Regel bei stetigem Wind von 40 bis 100 km/h nach etwa einem Tag im Lee eines zur Windrichtung quer liegenden Gebirges im Abstand von etwa 0,5-5 km. Labile Schichtungen, Thermik und hohe Inversionen stören diese Entwicklung.  Die Windrichtung sollte sich dabei von Bodennähe bis in 3000m kaum ändern. Im Schwarzwald bilden dazu im Winter ein Hochdruckgebiet im Nordosten und ein Tief im Süden eine gute Voraussetzung für eine "Ostwelle". Bei Tiefdruck über der Nordsee und Hochdruck über dem Mittelmeer gibt es die schwächere "Westwelle", meis kombiniert mit starker Bewölkung. Geschlossene Wolkendecken und Nebel verhindern oft den Start (oder die Landung). Vor Vereisung (und wenn's nur die beschlagene Haube ist) muss ausdrücklich gewarnt werden. Wasserballast zerstört das Flugzeug bei Temperaturen bis zu Minus 30 Grad! Auch der Pilot leidet bei diesen Temperaturen!
In den Rotoren ist mit erhelbliche Turbulenzen zu rechnen! Der starke Wind erfordert große Aufmerksamkeit, Endanflugrechner versagen im Allgemeinen.
Die Verwendung einer Sauerstoffanlage sollte oberhalb von 3000m selbstverständlich sein.

ACHTUNG: 
Luftraumverletzungen sind kein Kavaliersdelikt und führen zur dauerhaften Schließung des Wellenfluggebiets! Wer in Offenburg zu einem Welleflug startet, verpflichtet sich, einen Logger mitführen und bei Aufforderung seinen Flugweg auch noch nach 3 Wochen lückenlos nachzuweisen. 
Vor jedem Einflug in ein Wellenfuggebiet ist von jedem Flugzeug rechtzeitig ein Freigabe einzuholen.
Für das Wellensegelfluggebiet Murgtal bei Langen INFO: 128.950
Mhz.
Bei jeder erteilten Freigabe ist der Event- Knopf (Wendemarke/Foto) zu drücken. 
Ein- und Ausflug sind nur von und nach unten erlaubt! Ausnahmen für seitliches Ausfliegen, also mit Freigaben, hat es mit Transponder schon gegeben. Während des Aufenthalts im Gebiet muss Hörbereitschaft gehalten werden! Beim Verlassen des Gebiets bitte abmelden und das Verlassen der Frequenz erbitten.

Die genannten Regeln sind strikt einzuhalten und die Begrenzungen des Wellenfluggebiets genau zu kennen!
Wir haben kein Interesse daran, Verstöße gegen das Luftrecht zu decken und wir alle sind auf die Kooperationsbereitschaft und das Vertrauen der Controller angewiesen!

VOGESEN ( Stand 1999 )
Ohne Freigabe von Reims ist maximal FL 115 zulässig!
Falls man absäuft stehen oft noch Rotoren über dem Bahnhof von Colmar und in der Segelflug- Platzrunde auf der Westseite.

SCHWARZWALDWELLEN
Hornisgrinde / Schliffkopf: Ausgeprägte Wellenbildung bei Ostwind, bei Nord-Ost nur an wenigen Stellen, bei Süd-Ost nur etwa über Bühl.
Bei starkem Wind wird die Welle langwelliger und liegt im Rheintal. Näher am Berg gibt's auch ein saftige Lee und wenige Landemöglichkeiten.

Kinzigtal: Eine kleine Welle bildet sich bei stetigem Wind aus 220°- 240° / ab 30 km/h in min. 800 m Höhe über Gengenbach im Kinzigtal. Diese kann mehr oder weniger bis nach Hausach tragen. Mit ihr erreichten man über 3000m, wenn Langen mitspielt, denn hierher reicht das Wellenfluggebiet nicht.
Langen pocht hier schon einmal auf einen Transponder, da Strassburg  doch recht nahe liegt und wir zunehmend Verkehr in geringer Höhe aus dem Kinzigtal nach Straßburg  beobachten. 
Langen (Süd) INFORMATION: 128,95 oder Stuttgart RADAR: 125,05 (Danke für den Service).

Südwestlich der Moos kann man bei Wind aus 90° mit 70 km/h ab 1000m in die Mooswelle einsteigen und dann über Oppenau und Schliffkopf an die Hornisgrinde und ins Murgtal weiterfliegen.

Renchtal: Über Oppenau steht bei starkem Südwest-Wind und stabiler Schichtung recht zuverlässig eine Welle. Vorsicht: Diese liegt auf der Kante des Wellenfluggebiets, nicht versehentlich seitlich ausfliegen!

Murgtal: Die Ostwelle bildet von Gaggenau bis Forbach meist eine gute Welle, die man von der Hornisgrinde-Welle aus erreichen kann und mit der man auch wieder zurück kommt, meistens. Der Wind sollte aber keine südliche Komponente haben. Bei Süd-West Wind sollte es auch eine Welle geben, die wird aber oft nicht gefunden. Das kann böse ausgehen.

Westlich von Obertal / Mitteltal gibt es in seltenen Fällen eine Westwelle von Schliffkopf / Zuflucht.

Brandenkopf: Diese kleine Welle ist auch nur bei ausgeprägtem Ostwind ohne nördliche oder südliche Komponente vorhanden.

Über dem Gutachtal bei Hornberg entwickeln sich gute Wellen bei Ost- und Westwind.


Schramberg: Nördlich von Schramberg, bei Hinterlehengericht steht oft die BBS-Welle, bei Ost- wie Westwind.

Simonswälder Tal: Eine kleine Ostwelle, besser NO, ermöglicht Flüge bis zum Feldberg, wenn man sie findet. Bei süd-östlicher Windrichtung ist diese Welle kaum vorhanden. Bei Süd-West-Wind steht sie ganz im NO-Eck des Tales.

Freudenstadt: Auf der Ostseite des Schwarzwaldes sollen sich bei Westwind lange Wellen in Nord-Süd-Richtung entwickeln. Leider sind die Flugplätze dort im Winter meist unbrauchbar und uns ist der Schlepp zu lang und der Heimweg zu weit.

Am Feldberg und Belchen entstehen bei Ostwind auch kleine Wellenzonen.

Schauinsland: Bei SW-Wind steht eine Welle bei Kirchzarten.

Rechts findet ihr aktuelle Kurzberichte. Ausführliche Berichte und Grafiken findet ihr auf Ralfs Wellenseite, oder schaut mal im "Online Contest".

Die neue WELLENKARTE mit dem Wellensegelfluggebiet "Murgtal",
gültig ab 16. Mai 2002.
Auf Betreiben einiger Segelflieger wurde das Gebiet weiter nach Süden verlegt, weil fast alle Wellenflüge außerhalb des alten Gebiets stattgefunden hatten. Eine weitere Verschiebung nach Süden ist wegen der ATS Flugstrecken zwischen Frankreich und Deutschland DENEL-SUL (Y710) nicht mehr möglich. Die Aktivierungsverfahren sind offensichtlich gleich geblieben.

Wellensegelflug, Wellensektor Murgtal / Nordschwarzwald
Obige Karte ist, was die umgebenden Lufträume angeht, nicht mehr aktuell!
Die Eck-Koordinaten des Wellenfnuggebiets Murgtal: 
48°54'00''N / 008°15'00''E  Ötigheim Bahnbrücke
48°52'00''N / 008°27'00''E  Marxzell      Bahnlinie
48°28'00''N / 008°26'00''E  Freudenstadt  B28-B462
48°27'00''N / 007°55'29''E  Offenburg   Flugplatz
Vertikal: FL 100 bis FL 160

BLAU : SÜDWESTWELLE 
ROT  :  OSTWELLE 

Download Wellenfluggebiet Murgtal und Wellengebiete für Pocket-Nav: wave_bla.air*

Fotos von Westwelle, Kinzigtal

Fotos von Ostwelle, Hornisgrinde

 

Wellenflüge, Berichte

05.05.16 Ein Hoch über der Ostsee bringt warme Luft und Wind mit 45 km/h aus Ost. Die Thermik ist zerrissen und der ganze westliche Schwarzwald liegt in turbulentem Lee. Das lässt auf eine Welle schließen, die sich auch westlich des Schliffkopfs laminar bis in 2000 m ausfliegen lässt.

14.03.16 Glücklich, wer am Montag fliegen kann: Die Welle steht noch und die Wolken haben sich nach Süden verzogen, angenehme 4/8 markieren die Wellen. Wieder schaffen einige Mutige die Strecke über den ganzen Schwarzwald, wenn auch auf dem Heimweg teilweise Thermik aushelfen muss.

13.03.16 Das Hoch "Joachim" über der Nordsee reicht südlich bis über die Alpen, bei Griechenland steht ein mächtiges Tiefdruckgebiet, das bedeutet Ostwind aus 90° mit 40-70 km/h. Blipmap von Hendrik Hoeth verspricht eine prächtige Ostwelle. Leider haben wir beim Start 6/8 Bewölkung von 1300-2300m. Aber die Fönlücken sind groß und zunächst stabil. Die Steigwerte über Oberkirch liegen über 2m/s, schnell wird Langen um Freigabe gebeten. die erlaubte FL120 wird aber wohl nicht erreicht, in der Höhe lässt das Steigen deutlich nach. Östlich von Oberkirch ist die Wolkendecke unter uns aber geschlossen. Lentis in 3000m sind nicht immer sichere Indikatoren für Steigen. Die Wellen liegen langwellig und parallel zur Schwarzwald-Hochstraße. Die beste Welle steht westlich der Hornisgrinde / Schliffkopf. Bei Bade-Baden / Gaggenau steht eine weitere Welle. Über Oberkirch und über dem westlichen Kinzigtal geht es auch gut hoch, dort halten sich größere Fönlücken, die der Rückflug ermöglichen. Im Süden ist die Wolkendecke nicht ganz so dicht und die Wolken zeichnen die Wellen deutlicher. Selten habe ich Rotoren in 3000m ohne jegliche Zeichnung durch Wölkchen in dieser Stärke erlebt. Am Kandel und südlich des Feldbergs geht es ebenfalls hoch, so dass für Mutige Strecken über 300km möglich sind. Die Tops der Wolkendecke unter uns steigen bis auf 2500, am Nachmittag teilweise 2800m und erlauben außerhalb des Wellenfluggebiets nur wenig Arbeitshöhe und Überblick. Bei 70 km/h verliert man ohne Bodensicht schnell mal die Orientierung und ist auf ein verlässliches GPS angewiesen. Die Kameraden am Boden behalten die Fönlücken für die Rückkehr im Auge. Unter der Wolkendecke ist es ausgesprochen bockig, die Landung erfordert Erfahrung.
In 3300 m Höhe über der Lentikularis, Fönlücken voraus.

21.02.16 Ein riesiges Tief westlich Norwegen und ein Hoch über dem Mittelmeer sorgen für stetigen Westwind, in 2000m etwa 70 km/h. Unter vielschichtiger Bewölkung zeigen sich Rotorwölkchen über dem Kinzigtal, welche die Welle prima markieren. Es geht aus 1000m gleich mit 1-2m/s hoch durch eine riesige Fönlücke in der ersten Wolkenschicht. Beim Erreichen von 2000m macht die Lücke unter uns zu und wir fliegen luvwärts zur nächsten großen Lücke über dem Schuttertal. Dort sind die Steigwerte mager und auch hier wird das Loch unter uns kleiner, so dass wir rechtzeitig dem Abstieg über dem Rheintal antreten und unter der Decke im Nieselregen nach Hause fliegen. Ein schöner und spannender Flug.


Prognose, Satbild und Foto vom 21.02.16

06.02.16 Die Tiefs über dem Nordatlantik schicken ihre Kaltfronten mit starkem Wind über Frankreich bis in den Mittelmeerraum. Vor solch einer Front weht der Wind aus Südwest mit etwa 40 kt. Im Renchtal steht die Welle zum Einstieg und hievt mit bis zu 1m/s Steigen auf 3000m. Auch bei Gengenbach steigt es mit 0.5m/s bis 3000m. Abstecher ins Murgtal bleiben unbefriedigend, dagegen ist steht die Welle bei Hornbreg wieder zuverlässig und hilft wieder auf 3000m. Im hinteren Simonswälder-Tal geht es noch mal nach oben. Östlich von Kirchzarten steigen schon ein paar Segelfugzeuge in einer Welle im Lee des Schauinslands auf 3000m, die kann man auch noch mitnehmen. Der Versuch, auch noch am Blauen eine Welle zu finden, bleibt unbefriedigend. Der Hang dort geht aber, reicht aber nicht, um wieder Anschluss in die Wellen zu bekommen. Der Rückweg im nachlassenden Hangwind und wohl auch etwas Thermik unter 1000m erfordert dann etwas Mut (oder einen Motor). Aber so sind 230km drin. Auch im Lee der Süd-Vogesen bei Colmar sind einige Segelflugzeuge bis etwa 3500m aktiv.

30.01.16 Tiefs über Skandinavien und England, Ein Hoch über dem ganzen Mittelmeerraum erzeuge eine kräftige und laminare Westströmung, die bis in die Rheinebene hinuter eine stabile Schichtung pustet. Die angekündigten 50 kt entpuppen sich in 3000m als 120 km/h aus 240 Grad. Die Welle über Oppenau trägt mit 1-2m/s, ebenso die Welle im Kinzigtal und im Gutachtal bis Triberg. Für das Murgtal war die gute Vorhersage trügerisch. Ganz im Norden bei Gaggenau scheint sie ein wenig funktioniert zu haben. Langen gab im Wellefluggebiet Murgtal FL 160 frei. Wir gaben bei FL 150 wegen der Kälte auf. Wegen des starken Windes waren Überlandflüge riskant. Gegen den Wind war bei den starken Abwindzonen zwischen den Wellen kaum ein Vorankommen möglich. Am Nachmittag stömte aus NW wolkenreiche Luft unter uns ein, es "machte unter uns zu" und zwang uns zum Abstieg. Beim Durchsinken dieser feuchten Warmluftschicht hatte ich kurz schwache Vereisung an den Flächen und der Haube.
30.01.2016 Westwelle über demSchwarzwald

25.12.15 Der Tiefdruckgürtel rückt nach Süden vor, der Wind wird schwächer, 25kt sind vorhergesagt, mit 30 km/h bläst er auf den Höhen des Schwarzwaldes aus SW. Wenige Unverzagte versuchen es wieder im Renchtal und kommen auf 3000m. Auch bei Hornberg kann man wieder Höhe machen. Aus dem Murgtal liegen keine Informationen vor. Im Hangwind entlang der Schwarzwald-Hochstraße kann man aber wieder ins Renchtal gelangen und bekommt dort aus 1000m wieder Anschluss an die Wellen.

24.12.15 Immer noch weht der SW-Wind, heute in 3000m mit 50-60km/h aus WSW. Auch am Boden ist der Wind mit 10kt aus Süd kräftig. Die Renchtalwelle geht in 1400m mit über +1m/s zuverlässig bis in 3300m. Lange erlaubt bis FL160, danke! Über Hornberg kommt man auf bis zu 3000m, hinter dem Kandel geht es nicht. Rotoren sind kräftig ausgebildet und am Vormittag durch Wölkchen gezeichnet. Es gibt kräftige Abwindzonen. Der Rückweg nach Westen wird deshalb spannend. Vom Murgtal habe ich keine Nachrichten. Eine schwache Inversion gibt es erst in etwa 3000m, darunter ist nur im Kinzigtal in 1000m eine deutliche und turbulente Windscherung zu spüren.

22.12.15 Das Wetter wird immer noch vom Tiefdruckgürtel über Nord- und Ostsee und einer Hochdruckbrücke über dem ganzen Mittelmeerraum bestimmt. Der Westwind soll heute mit 35 kt aus SW blasen, Feldberg: 60 km/h SW, Hornisgrinde 30km/h aus Süd. Im Renchtal und etwas westlich vom Glaswaldsee geht es mit etwa 1m/s bis 2800m. Auch über Mitteltal und im Murgtal geht es bis 2800m. Mit etwas Mut geht es über Hornberg aus 1600m wieder hoch, weiter über Triberg ins Lee des Kandel und von dort an den Schauinsland über Kirchzarten. Dort sind offensichtlich 3800m mit fast 2m/s möglich. Ein Flug an den Blauen bringt keine Höhe. Über Kaysersberg im Lee der Vogesen geht es auch ganz gut.

20.12.15 Nachdem es die letzten Wochen durch den Tiefdruckgürtel über Nord-und Ostsee und dem Hoch über dem Mittelmeer ständig mehr oder weniger stark aus Westen gewindet hat, und einige Wellenflug-Versuche eher bescheiden ausfielen, waren die Hoffnungen am Sonntag bei 40 km/h aus West-Süd-West wieder größer. Aber nur der frühe Flieger erwischte die Welle im Renchtal und erreichte nach Stunden mit 0,5 m/s die 3000m Marke.
Wer dann auf die Hornberg-Welle setzte, hatte verloren. Von dort zurück schaffte man den Wiedereinstieg in die Renchtalwelle nicht mehr, denn der Wind hatte zum Mittag hin nachgelassen. Mit weniger als 20 km/h Wind und 1500m kam man nicht mehr an die Schwarzwald-Hochstraße. Dort, im Lee der Zuflucht/Alexanderschanze, stolperte Maze auf dem Rückweg von einem erfolglosen Ausflug ins Murgtal in 2000m in eine kräftige Welle, die ihn mit freundlicher Genehmigung aus Langen mit bis zu 1,5 m/s auf 4400m hob. Dort konnte er sich bis zum Nachmittag halten. Auch über dem Schluchsee waren 3000 m möglich, siehe OLC.

16.11.15 Der Wind lässst nach, auf 25kt aus 260°. Für das Murgtal sind, wie in den letzten Tagen, gute Steigwerte vorhergesagt. Trotzdem geht es nur im Renchtal und über Hornberg mit viel Geduld einigermaßen nach oben. 3000 m sind drin.

15.11.15 Ein Jetstream, angetrieben von einer Reihe von Sturm-Tiefdruckgebieten im Nordatlantik und einer Hochdruckzone über dem gesamten Mittelmeerraum, greift bis in tiefere Lagen durch. Die prognostizierten 45-55 kt Westwind sollen aus 270°-300° blasen.
Das ist wiederum nicht optimal für den Schwarzwald, trotzdem sagt Blipmap prächtige Wellenbildung vorraus. Leider bewahrheitet sich das nicht. Windstärken um 80 km/h in 1700m aus 240° im Kinzigtal, das sollte eigentlich funktionieren. Mit viel Geduld waren 1900m bei Steigwerten von 0,3m/s drin. In den Südvogesen sind die Wellen bis 3000m ausfliegbar, die schönen Lentis dort hatten aber mehr vermuten lassen.
Für den Pfälzerwald waren die Bedingungen optimal. 8000m wurden nördlich von Landau mit Steigwerten von 2m/s erreicht und die Sekundärwellen bei Mannheim und am Odenwald trugen auch noch prima. Das geht natürlich nur mit Transponder und Freigabe von Langen!

14.11.15 Vorhergesagt sind etwa 30 km/h Wind aus 270°. Das wäre eigentlich zu viel Nordkomponente für die Berge und Täler im mittleren Schwarzwald. Die Blipmap-Prognose bleibt zurückhaltend mit den Steigwerten für Renchtal und Kinzigtal. Im Renchtal trägt es dann doch bis etwa 2700 m. Im Kinzigtal und Oberrheintal sind keine Steigwerte erflogen worden. Ideal waren die Bedingungen im Lee des Pfälzerwaldes, nördlich von Landau waren mit guten Steigwerten 4000m drin, in den Sekundärwellen auch noch 3000m.

24.10.15 Westwind aus 240° ist optimal für eine Westwelle im Schwarzwald, wenn nur die Inversion im Rheintal nicht so mächtig wäre, unten bläst der Wind kaum mit 20 km/h. Über den Südvogesen stehen schöne Lentis. Im Laufe des Tages wird der Wind stärker und mit geringem Steigen und viel Geduld kann man im Renchtal 2500m Höhe erreichen. Oben hat es dann um die 70 km/h. Trotzdem reicht es gegen den Wind bis in die Gutachtwelle über Hornberg und weiter zum Kandel und Feldberg. Über Hornberg sind 3000m Höhe mit Steigwerten von 1-2m/s erflogen worden.

11.10.15 Die Vorhersage war eher zurückhaltend: Unter 2000m 25 kt Wind aus Ost, darüber abnehmeder Wind aus Nord. Morgends am Boden windstill und Nebel. Blipmap machte keine Hoffnungen. Als sich am Mittag der Nebel auflöste startete der Erste und blieb oben. Im Lee des Schliffkopfs zeigten sich mehrere undeutliche und sich ständig ändernde Fönlücken. Die Steigwerte ab 1400m über Allerheiligen blieben meist unter 1m/s bei ca. 25 km/h Wind aus 90°, aber es gieng zunächst auf 2300m über die Wolken. Im Mugtal konnte nicht viel an Höhe gewonnen werden. Nach einer Phase schwacher Steigwerte, in welcher sich die Fönlücken fast ganz schlossen, erholte sich die Welle zum Abend hin und die Geduldigen konnten an der Hornisgrinde FL 95 erreichen. Freigaben gab es leider keine. Über die wolkenfrei Rheinebene war ein sicherer Rückflug jederzeit möglich.
Eine Inversion war nicht zu erkennen, aber eine starke Windscherung in 700m MSL im Rheintal.

29.09.15 Hoch Netti mit Zentrum über Dänemark, reicht bis nach Sizilien. Ein kleines Genuatief (5B-Lage) verstärkte den Ostwind noch mal. Der Temp steigt gerade in die Höhe, eine tief liegende Inversion im Rheintal verhindert störende Thermik. Die üblichen Bergrücken erzeugen Wellen und Sekundärwellen und dank der von den freundlichen Kontrollern aus Langen und Zürich erlauben Flughöhen bis über 4000m (ohne Transponder), waren Flüge vom Murgtal bis zum Feldberg möglich.
Der Start durch die Rotoren über Offenburg erfordert allerdings ein wenig Mut.

Schnitt von SW-NO durch Steigwerte im Nordschwarzwald am 29.09.15 aus Blipmap.

28.09.15 Endlich setzt sich der Ostwind auch in der Höhe durch. Mit ~50 km/h aus 90° erzeugt der Wind optimale Welle-Bedingungen mit etwa 4 gut ausfliegbaren Sekundärwellen im Lee des nördlichen und mittleren Schwarzwaldes mit etwa 1m/s in 3000m bis an den Rhein. Diese sind durch Rotorwolken gut markiert.

27.09.15 Hoch Netti über der Nordsee lässt den Ostwind mit 25kt aus 70°-90° blasen.
Leider lässt der Wind mit der Höhe stark nach, in 1700m hat er nur noch etwa 10 km/h.
Rotoren und Fönlücke machen Hoffnung und ein erstes Steigen von über 1m/s steigert die Erwartungen, aber mit der Höhe wird es schwach und die Wolken lassen sich kaum übersteigen. Maximalhöhe 2000m. Mittags stört die zerrissene Thermik den Rest.
Bei der Landung ist es extrem turbulent.

07.02.15 Endlich Wochenende, aber die Welle schwächelt schon. Im F-Schlepp kann man noch die Sekundärwellen im Rheintal nutzen. Der Wind dreht im Laufe des Tages auf 50 Grad und schwächt sich auf ~45km/h ab. Das reicht nur noch vormittags für 3800m an der Hornisgrinde, später lohnen sich Freigaben nicht mehr. Die Steigwerte bleiben unter 1m/sec. und nur am Mummelsee und an der Zuflucht geht es langsam nach oben. Auch fehlen markierende Rotorwölkchen, dafür herrscht in der sehr stabil geschichteten Luftmasse glasklare Fernsicht.

06.02.15 Das erste Hochdruckgebiet im Norden in diesem Jahr bringt endlich ordenlichen Ostwind von über 80 km/h aus etwa 80-90 Grad. Das Satellitenbild zeigt schöne Rotorbewölkung über dem Hauptkamm des Schwarzwaldes, die sich im Rheintal auflöst. Sekundärwellen nördlich von Offenburg und bei Durbach/Oberkirch ermöglichten kurze Schleppzeiten. Im Logfile von Phips kann man sehr beruhigende Steigwerte von über 2m/sec erkennen. Mit Freigabe waren im Murgtal-Sektor schnell 4500m zu erreichen. Da auch im Murgtal, am Kandel und am Feldberg ordentliche Wellen standen, wagte Philipp die "Rennstrecke" über den Schwarzwald gleich zwei mal. Auch am Brandenkopf, im Elztal und im Kinzigtal waren schwache Wellen zu nutzen.

10.01.15 Kräftige Sturmtiefs über Skandinavien halten den Westwind über dem Feldberg auf einem Mittel von 50 km/h. In 1500 m bläst es mit 70 km/h aus 240°, in 3000m haben wir über 100 km/h aus etwa 270°. Wir starten in EDTO direkt in Rotoren der Leewellen der Vogesen, um recht bald über dem Kinzigtal gutes Steigen zu finden. Die deutliche Kanten bildenden Rotorwolken markieren die großen Fönlücken gut. Leider driften die Fönlücken leewärts, so dass ab und zu luvwärts eine neue Sekundärwelle angeflogen werden muss, was ordentlich Höhe kostet. Die Steigwerte werden nach oben immer besser, in 3000m sind bis zu 3m/s möglich. Streckenflüge entlang der Wellen sind bis zum Kaiserstuhl möglich. Im Laufe des Nachmittags kommt von Westen wärmere und labilele Luft herein, die an einer Wolkenschicht mit höherer Basis und eingelagerten Regenschauern abzulesen ist. Damit verkleinern sich die Fönlücken, so dass wir landen.

Westwelle am 10.01.15

Ältere Berichte ab 2001: hier klicken.

Wer seine Erfahrung einbringen möchte, kann sich die Karte kopieren und sie verbessert an mich zurückschicken.
Nach Prüfung wird sie hier veröffentlicht.

Michael Joachim